Christmas 1914 / Weihnachten 1914

René, Karl, Marie, Stephanie and Lily

A few days before Christmas I was allowed to go shopping with Phyllis, Mrs. Emery's twelve-year old daughter. She had shoulder length golden brown hair with a bow holding it together and hazel brown, pretty eyes. 
She was a beautiful girl. She had a long list of ingredients which were needed for the Christmas plum pudding: nuts, raisins, cinnamon, and much much more. During the days before Christmas, the kitchen was very busy. 
Through the whole house spread the fragrance of baked cookies and the smell of the freshly cleaned house, decorated throughout with fresh fir branches. We children were full of anticipation and hardly could wait for Christmas Eve. When finally Christmas Evening arrived and the gong called for dinner and we were all seated around the festive dinner table lit by candle light, we were served a delicious meal.

Finally, at long last, the plum pudding was brought in. Mrs. Emery poured cognac over the cake and lit it. A bright flame shot up and after it had died down, the cake was cut into portions and the slices served to everyone. Now the most exciting moment had arrived: Mrs. Emery had little silver ornaments baked into the dough and whatever a lucky guest  received in his or her servig was for them to keep. In mine was a tiny flower basket which I cherished as long as I had it.

After the dinner we waited in the living room for father Nicholas to bring us presents. The fireplace was lit and the aroma of incense, cookies, candles and burning logs spread Christmas fragrance throughout the room.  We became restless: the waiting seemed too long!  Finally the old man arrived, not alone however.  Her brought his helper, Belzebub (the devil), who had a long tail, a red tongue hanging from his mouth , and a horses's foot. He carried a big sack on his shoulder and a long broom in his hand.  Santa asked us questions and when he did not like the answers, he ordered Belzebub to thrash us.  The boys got the most.  

Then, finally, Santa opened the sack and we received our presents. Everyone had to see them and admire them.  It was almost midnight when we finally went to bed.

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Weihnachten 1914

Ein paar Tage vor Weihnachten durfte ich mit Phyllis, Mrs. Emerys zwölfjähriger Tochter, einkaufen gehen. Sie hatte schulterlanges goldbraunes Haar, das von einer Schleife zusammengehalten wurde, und haselnussbraune, hübsche Augen. 

Sie war ein wunderschönes Mädchen. Sie hatte eine lange Liste an Zutaten, die für den Weihnachts-Plum-Pudding benötigt wurden: Nüsse, Rosinen, Zimt und vieles mehr. In den Tagen vor Weihnachten herrschte in der Küche reger Betrieb. 

Im ganzen Haus verbreitete sich der Duft gebackener Plätzchen und der Geruch des frisch geputzten Hauses, das überall mit frischen Tannenzweigen geschmückt war. Wir Kinder waren voller Vorfreude und konnten den Heiligen Abend kaum erwarten. Als endlich der Weihnachtsabend kam und der Gong zum Abendessen läutete und wir alle bei Kerzenlicht um den festlichen Esstisch saßen, wurde uns ein köstliches Essen serviert.

Endlich, endlich, wurde der Plumpudding hereingebracht. Mrs. Emery goss Cognac über den Kuchen und zündete ihn an. Eine helle Flamme schoß empor und nachdem sie erloschen war, wurde der Kuchen in Portionen geschnitten und die Stücke allen serviert. Jetzt war der aufregendste Moment gekommen: Mrs. Emery ließ kleine silberne Ornamente in den Teig einbacken und was ein glücklicher Gast in seiner Servierung erhielt, durfte er behalten. In meinem befand sich ein kleiner Blumenkorb, den ich so lange liebte, wie ich ihn hatte.

Nach dem Abendessen warteten wir im Wohnzimmer darauf, dass Pater Nikolaus uns Geschenke brachte. Der Kamin war angezündet und der Duft von Weihrauch, Keksen, Kerzen und brennenden Holzscheiten verbreitete einen weihnachtlichen Duft im Raum.  

Wir wurden unruhig: Das Warten schien zu lang!  Schließlich kam der alte Mann, allerdings nicht allein.  Sie brachte seinen Helfer Belzebub (den Teufel) mit, der einen langen Schwanz, eine rote Zunge aus seinem Maul und einen Pferdefuß hatte. Er trug einen großen Sack auf der Schulter und einen langen Besen in der Hand.  Der Weihnachtsmann stellte uns Fragen und als ihm die Antworten nicht gefielen, befahl er Belzebub, uns zu verprügeln.  Die Jungs haben am meisten abbekommen.  

Dann öffnete der Weihnachtsmann endlich den Sack und wir bekamen unsere Geschenke. Jeder musste sie sehen und bewundern.  Es war fast Mitternacht, als wir endlich zu Bett gingen.

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